Olchi-Mania

Ein großes Paket erreicht unsere Schule. „Klasse 2a“ kann man auf dem Adressaufkleber lesen. Was da wohl drin ist? Voller Spannung öffnen die Kinder das schwere Paket.
 
Eine große grüne Gurkennase erscheint und wenig später die ganze Figur, vollständig aus grünem Stoff mit merkwürdigen Hörnern auf dem Kopf. „Olchi 007“ steht auf seinem Pulli.
 
Neugierig packen die Kinder weiter aus: Bücher, ein geheimes Tagebuch, Schnürsenkel aus Weingummi, kleine Marshmellow-Monster und ein Brief für die Klasse.
 
Sie erfahren, dass Olchi 007 sich auf seiner Reise durch Deutschland befindet und nun unsere Klasse besucht. Im geheimen Tagebuch können wir lesen, dass seine letzte Station Köln war.
 
Im Bilderbuch von Erhard Dietl „Die Olchis aus Schmuddelfing“ erfahren wir mehr über die lustigen Gesellen. Die Olchis leben auf einer Müllhalde und ernähren sich von Abfällen. Ihre scharfen Zähne zerbeißen Metall und Glas ohne Probleme, Schmieröl gehört zu ihren Leibgerichten.
 
Sie haben keine Ohren, sondern drei Hörhörner, mit denen sie die Regenwürmer rülpsen hören, und sie stinken so, dass die Fliegen tot zu Boden fallen, wenn der olchige Atem sie trifft. Sie lieben Unordnung und Schlammbäder und fliegen mit Feuerstuhl, ihrem Drachen, durch die Luft.
 
Die Kinder sind total begeistert, lesen und schreiben Olchi-Geschichten, malen mit Hingabe die Figuren und gestalten gemeinsam den Müllberg von Schmuddelfing. Der Olchi-Song „Schleime-Schlamm-und-Käsefuß…“ entwickelt sich zum Klassenhit.
 
Im geheimen Tagebuch dokumentieren wir mit Texten, Bildern und Fotos, was Olchi 007 bei uns erlebt. Da wir uns im Sachunterricht gerade mit Regenwürmern beschäftigen und Regenwürmer zu den Lieblingsspeisen der Olchis gehören, schreiben wir auf, was wir über Regenwürmer gelernt haben.
 
Alle sind traurig, als wir uns von 007 verabschieden müssen. Er reist jetzt - mit frischem Proviant ausgestattet - weiter nach Oberhausen.
 
Aber die Kinder sind mit dem Olchi-Virus infiziert.